Jahresprogramm 2019

31.1.–13.2.   „Rettet die Bienen“ Volksbegehren zur Artenvielfalt

Do, 21.02.     19.30 Uhr, Vortrag „Lichtverschmutzung“                                                                         Pfarrzentrum - Großer Saal, Hospitalstraße 1, 95643 Tirschenreuth                                                   Referent: Peter Postler, Leiter der Sternwarte, Tirschenreuth gemeinsame Veranstaltung                        mit der Kath. Erwachsenenbildung und dem LBV

Do, 28.03.     19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung mit Wahlen und Ehrungen,                                                          Gasthof „Zum Finkenstich“ Themenreuth bei Mitterteich

Mo, 29.04.     18.00 – 20.00 Uhr „Natur in der Stadt - Entdecken von Flora und Fauna“                         Rundgang in Kemnath, gemeinsam mit LBV, KEB, Naturpark Steinwald;

                       Treffpunkt: Parkplatz Ärztezentrum, Seeleitenpark

So, 05.05.     10.00 – 15.00 Uhr, Heimat- und naturkundliche Familienwanderung                                                  Auf der Südseite des Steinwaldes im Gebiet Frauenreuth, Bärnhöhe ….                                                Gemeinsame Veranstaltung mit dem Heimatverein Steinwaldia; Details zur Strecke,                          Anfahrt und Einkehr in der Tagespresse                    

Sa, 11.05.     07.00 Uhr „Stunde der Gartenvögel“ Bestimmung heimischer Singvögel                        Gemeinsame Veranstaltung mit der LBV und der Umweltstation, kostenpflichtig                          mit Roland Bönisch vom Landesbund für Vogelschutz (LBV); Treffpunkt: Eingang des                                Naturerlebnisgartens, Brauhausstraße, Waldsassen

Sa,18.05.     14.00-17.00 Uhr „Vogelschutz bei der Waldbewirtschaftung“                                                    Exkursion an der südlichen Kösseine mit  dem Revierförster Wolfgang Schödel;                                       Gemeinsam mit dem Bund Deutscher Forstleute und dem LBV;                                                      Treffpunkt:  Wanderparkplatz Kössain bei  Schurbach

So, 09. 06.   15.00 – 17.00 Uhr „Pfingstspaziergang über die blühenden Wiesen bei Brand"                       Gemeinsame Veranstaltung mit der Arbeitskreis Naturschutz in Brand (Opf).                         Treffpunkt: Rathaus, Max-Reger-Straße 7, 95682 Brand

Sa, 27. 07.   15.00 – 17.00 Uhr „Biotop Zinster Steinbruch“
                      Naturkundliche Führung durch das spektakuläre, sonst nicht zugängliche Schutzgebiet                           des LBV. Gemeinsam mit den LBV und Naturpark. Treffpunkt am Eingang des Steinbruchs;                       Straße Kemnath – Marktredwitz, an der Abzweigung Wunschenberg – Erdenweiß (östlich                       von Kulmain).  Bei sonnigem Wetter ist eine Kopfbedeckung ratsam.     

Sa, 17.08.    14.00 – 17.00 „Die Tanne im Steinwald – als Fichtenersatz im Zeichen der                                        Klimaerwärmung"
                      Exkursion im Steinwald zum Thema naturnaher Waldbau im Klimawandel; mit dem                                 Revierförster Wolfgang Schödel. Gemeinsam mit dem Naturpark Steinwald.                                            Treffpunkt: Glasschleif, Arnoldsreuth bei Pullenreuth

September    „Pilzexkursion im östlichen Landkreis mit Dr. Völkl“                                                          Dieser Termin ist wetterabhängig. Er wird kurzfristig mit allen Details in der Tagespresse                        bekannt gegeben.

Sa, 14.09.    14.00 – 17.00 Uhr „Wo wohnt das Reh, wo lebt der Specht“                                                             Spannende Familienführung mit Försterin Annette Schödel. Feste Schuhe und angepasste                       Kleidung sind erforderlich. Nach der Führung Einkehrmöglichkeit auf der Glasschleif.                       Gemeinsam mit dem Bund Deutscher Forstleute und Naturpark Steinwald. Treffpunkt:                         Wanderparkplatz Arnoldsreuth bei Pullenreuth

So, 22.09.    „Schaf-Fest“ in Brand in der Oberpfalz,                                                                                    Arbeitskreis Naturschutz Brand,  Details in der Tagespresse                                             

So, 13.10.    14.00 Uhr „Teichelberg  –  die gerettete Arche Noah“                                                                 Waldbegehung des großartigen und vor dem  Basaltabbau geretteten                                                   Naturschutzgebietes und Naturwald-Reservates, gemeinsam mit dem LBV und dem                          Naturpark Steinwald,  Dauer etwa 2 – 2,5 Stunden. Wanderschuhe und Trittsicherheit                             erforderlich; Treffpunkt: Pechbrunn, Parkplätze an den Sportplätzen

Do, 14.11.    19.30 Uhr, Vortrag „Lichtverschmutzung“                                                                                              Pfarrheim Kemnath, Schützengraben 10, 95748 Kemnath. Referent: Peter Postler, Leiter                         der Sternwarte Tirschenreuth. Gemeinsame Veranstaltung mit der KEB und dem LBV

November    „Unbekannte Naturschätze  im östlichen Landkreis und im Naturpark Steinwald"                           Lichtbildervortrag im östlichen Landkreis, von Dr. Siegfried Steinkohl. Termin und Ort                        zeitnah in der Tagespresse.

Gerettete Arche Noah

„Gerettete Arche Noah“ statt „Bedrohte Arche Noah“ hieß das diesjährige Motto des Naturschutz (BN) am Teichelberg. Zur Wanderung durch das Schutzgebiet kam auch heuer wieder ein große Anzahl Naturfreunde.

Vor dem Ausblick auf die dramatische Abbruchkante des Steinbruchs erklärte der BN Vorsitzende Josef Siller, warum der Teichelberger Wald so kostbar ist. Es handle sich keineswegs um „ein paar Bäume“, sondern um den wertvollsten unberührten Wald der nördlichen Oberpfalz.

Mit seinen uralten Bäumen und hohem Totholzanteil sei dieser Wald der letzte Lebensraum vieler bedrohter Pflanzen und Tiere. Es ist einer der artenreichsten Wälder in Bayern, für verschiedene Käfer- und Schneckenarten ist es sogar das letzte Vorkommen in Deutschland.

„Schöpfung bewahren“ lautet das Motto des BUND Naturschutz. „Wir dürfen nicht alles auf dem Altar der Wirtschaft opfern“ appellierte Siller eindringlich. Außerdem gebe es in unmittelbarer Nähe am Hirschentanz große Basaltvorkommen für den Abbau.

Wolfgang Schödel von den Bayrischen Staatsforsten erläuterte anschaulich welche Bedingungen ein Wald zum Wachsen braucht. Es müssen viele Faktoren zusammentreffen, damit sich ein Wald von so hohem biologischem Wert entwickeln kann. Es handelt sich hier um einen Hangschuttwald, zwischen den Buchen stehen Linden, Eschen, Tannen, Bergulmen, sowie Berg- und Spitzahorn. Manche der Bäume sind über 200 Jahre alt. Seit Jahrzehnten wurde kein Holz mehr entnommen, es wird lediglich bejagt.

Rundbrief des Vorstandes zum Jahresanfang

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass Sie gut ins neue Jahr gekommen sind und wünschen Ihnen nachträglich auf diesem Weg noch alles Gute und recht viel Freude an unserer heimatlichen Natur.

 

Als alles anfing, vor über 40 Jahren, waren die ökologisch Interessieren und klimapolitisch Engagierten noch ein Minderheit. Ihr Vorhaben war allerdings gigantisch: es galt die übergroße Mehrheit davon zu überzeugen, dass wir alle unseren Lebensstil ändern müssten um eine kommende Umwelt-Katastrophe zu verhindern. Nun sind 40 Jahre vergangen und man muss nüchtern konstatieren: die düsteren Voraussagen sind wahr geworden – obwohl das Umweltbewusstsein mittlerweile gewachsen ist und eine zaghafte ökologische Umkehr in Gang kommt. Wir müssen uns massiven Problemen stellen:

 

Der Klimawandel: Der CO2 Anteil in der Luft ist 2018 auf ein Rekordhoch gestiegen. Die vom Menschen ausgelöste Klimakrise betrifft uns mittlerweile alle. In Bayern haben wir mit lang-anhaltender Dürre und sintflutartigen Regenfällen einen Vorgeschmack auf die Wetterextreme der Zukunft bekommen.

 

Das Artensterben:

In den letzten 30 Jahren haben wir dreiviertel unserer Insekten, die Hälfte unserer Vögel und einen Großteil unserer heimischen Fische und Amphibien verloren. Viele Arten von Wildbienen, Schmetterlingen und Heuschrecken sind akut vom Aussterben bedroht. Viele unserer heimischen Pflanzen sind am Verschwinden. Wann haben Sie das letzte Mal einen Strauß Wildblumen am Wegesrand gepflückt? Wie oft einer Lerche gelauscht?

Nehmen Sie teil am „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ Gehen Sie bitte ins Rathaus und tragen Sie sich für das ein! Nehmen Sie volljährige Freunde und Familien Angehörige mit in die Rathäuser. Wichtig: Personalausweis nicht vergessen

Eintragungszeitraum: 31. Jan. bis 13. Feb. 2019. Jede Stimme zählt.

Es geht um mehrSchutz von Wiesen und Weiden als Lebensraum für Insekten und Vögel; um naturbelassene Gewässerrandstreifen; um den Erhalt von Hecken und Rainen in der Agrarlandschaft und um ein Pestizidverbot in geschützten Biotopen und Schutzgebieten. Um Vorgaben gegen Lichtverschmutzung; um die Förderung einer ökologischen Landwirtschaft und die Einbindung des Naturschutzes in die Lehrpläne.

Es ist unsere Chance das Artensterben in Bayern zu stoppen. Helfen Sie mit!

 Am Ende des Jahres 2018 können wir auf große Erfolge im Naturschutz zurückblicken.

Auf Landesebene ist die Rettung des Riedberger Horns sowie die Halbierung des Flächenverbrauchs auf 5 Hektar pro Tag als Richtgröße im Koalitionsvertrag zu nennen. Auf Kreisebene die Rettung des Naturschutzgebietes „Großer Teichelberg“ sowie der Kompromiss beim Ausbau der B 299 am Hessenreuther Berg.

 

Solche Erfolge sind immer ein Gemeinschaftsleistung. Der Dank gilt daher allen Mitgliedern, die mit ihren Beiträgen und Spenden unsere Arbeit im Jahr 2018 unterstützt haben. Besonderer Dank gilt allen aktiven Mitgliedern für ihr Engagement in Ortsgruppen und im Kreisvorstand. Ebenso Frau Ursula Schimmel, die auch letztes Jahr die Geschäftsstelle bestens geleitet hat.

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Auch 2019 setzen wir uns mit aller Kraft ein für die dezentrale Energiewende und für den Klimaschutz. Wir werden uns stark machen für eine Agrarwende, damit auf unseren Äckern und Wiesen wieder Rebhühner, Feldlerchen und Insekten eine Überlebenschance haben. Dass wir bei der Fülle der Themen und Anforderungen auf einem guten Weg sind, zeigen Sie als Mitglieder und Förderer, wenn Sie durch Ihr Engagement und Ihre Beteiligung an Aktionen vor Ort unsere gemeinsamen Ziele unterstützen. Wir können nicht genug betonen wie wichtig Ihr vielfältiges Engagement ist – Ohne die große Zahl an Ehrenamtlichen, die sich für Natur und Umwelt einsetzen, wäre Bayern nicht so lebenswert!

 

 Auf Wiedersehen bei unseren Veranstaltungen!

 

Mit besten Grüßen

Josef Siller, 1. Kreisvorsitzender

Liebe Freunde der Heimat und des Naturschutzes,

Den guten Wünschen unseres Vorsitzenden möchte ich mich anschließen. Außerdem möchte ich Ihnen noch einige Informationen geben zum „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ :

Die Rathäuser im Landkreis haben ihre Öffnungszeiten erweitert. Die meisten von ihnen bieten vormittags und nachmittags die Möglichkeit zu unterschreiben. Außerdem sind sie verpflichtet innerhalb der Eintragungspflicht je einen Abendtermin (bis 20.00 Uhr) und je einen Wochenend-Termin anzubieten (meist Samstagvormittag). Auskunft gibt es bei den Rathäusern oder auf:

www. rathausfinder.volksbegehren-artenvielfalt.de

·     Bitte tragen Sie sich möglichst bereits in den ersten Tagen ein und machen sie das Volksbegehren in Ihrem Umfeld bekannt. Ausweis nicht vergessen!

Mit herzlichen Grüßen

Ursula Schimmel, (Leiterin der BN Geschäftsstelle im Landkreis)